Über den Dächern der Stadt

Anlässlich der Geburtstagsfeier einer meiner Verwandten hatte ich vor einer Woche die Möglichkeit, den Reichstag in meiner zweiten Heimat Berlin zu besuchen. Vor sehr langer Zeit war ich schon einmal dort oben. Wie alt mag ich gewesen sein, vielleicht acht oder neun Jahre? Damals waren meine Eltern mit mir und Freunden von uns zur Kuppel heraufgefahren, ich erinnere mich noch ziemlich genau, wie groß mir alles vorkam… Ich weiß auch, dass wir eine Ewigkeit anstehen mussten, bis wir endlich in den Fahrstuhl gelangten und ich die ganze Zeit am Quengeln war.

image

Dieses Mal hatten wir glücklicherweise das Privileg, durch den Seiteneingang hineingelassen zu werden, sodass wir letztendlich innerhalb einiger Minuten in der Kuppel ankamen. Dort wartete auch schon die Geburtstagsgesellschaft auf uns und die Führung konnte beginnen. Da wir etwas zu viele Leute für eine Gruppe waren, wurden wir aufgeteilt. Einmal diejenigen, die sich eher für die Architektur interessierten und dann die unter uns, welche mehr über die Geschichte des Reichstags erfahren wollten. Ich entschied mich für die Geschichte, aber eigentlich waren die Informationen gemischt und widmeten sich sowohl der architektonischen als auch der geschichtlichen Seite. Die ganze Zeit war es so unglaublich kalt und frostiger Wind wehte uns um die Ohren, als wir draußen standen und den Anfang der Führung verfolgten. Selbst in der Kuppel war die Kälte mehr als deutlich zu spüren und auf Schildern wurde sogar vor Glättegefahr auf dem Boden gewarnt, da der Weg am Rand der Kuppel spiralförmig entlangläuft und somit auch leicht abgeschrägt ist. Trotzdem merkte ich davon nicht wirklich etwas, nur dass meine Nase schon halb eingefroren war und ich froh sein konnte, dass ich morgens doch noch meine wärmere Jacke angezogen und den dicken Schal umgebunden hatte. Besonders faszinierend war der Ausblick, denn auch trotz des eher trüben Wetters konnten wir weit sehen und die Wahrzeichen Berlins aus allen Blickwinkeln betrachten. Dazu gehören unter anderem die Schwangere Auster, der Ostberliner Fernsehturm und die Goldelse. Das Highlight fand noch im Anschluss an den Rundgang statt, als uns ein tolles Dinner im Restaurant Käfer erwartete, das allen kulinarischen Ansprüchen gerecht wurde und gleichzeitig wieder einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt bot. Der Abschluss dieses schönen Geburtstags fand im Hotel Adlon statt, welches direkt hinter dem Brandenburger Tor liegt. Hier mussten natürlich auch der typische Adlon-Kaffee, die Adlon-Torte und weitere Kreationen wie Lady in Red probiert werden. Danach ging es auch schon wieder zurück ins Hotel, denn später wartete noch das Ballett „Schwanensee“ in der Deutschen Oper auf uns…

 

 


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s