Schwanensee

Am 16. Januar habe ich mir das Ballett Schwanensee in der Deutschen Oper angesehen. Da ich schon einige Zeit vorher wusste, dass ich an diesem Wochenende in Berlin sein würde, hatte ich schon versucht, Karten online zu bestellen. Jedoch war die Vorstellung zu diesem Zeitpunkt schon restlos ausverkauft, wie es leider so oft bei renommierten Ballett-Ensembles der Fall ist. Somit hatte ich eigentlich gar keine Hoffnung mehr, noch Karten zu ergattern, aber dann kam ich auf die Idee, einen Tag vorher nach Restkarten zu fragen und siehe da – ich hatte Glück, weil anscheinend andere ihre Karten nur reserviert und nicht abgeholt hatten. Darüber war meine Freude unglaublich groß, da ich selber 14 Jahre meines Lebens damit verbracht habe, Ballett zu tanzen und mich Ballettaufführungen jedes Mal aufs Neue begeistern.

Zur Geschichte von Schwanensee: Das Ballett Schwanensee wird durch die Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski untermalt und erzählt die Geschichte einer Prinzessin, die durch einen bösen Zauber des Premierminister von Rotbart in einen schönen Schwan verwandelt worden ist. Damit der Zauber verschwindet, muss sie die bedingungslose Liebe eines Prinzen erhalten. Zu Beginn feiert Prinz Siegfried seinen Geburtstag – bis seine Mutter erscheint, ihm ein Gewehr schenkt und ihn an seine Pflichten erinnert. Als der Prinz mit seinem Freund Benno von Sommerstein auf Jagd geht, gelangen sie an einen See, an dem sie die tanzenden Schwäne beobachten und der Prinz zeigt sich besonders angetan von der schönen Schwanenkönigin. Sie kann ihn davon überzeugen, die verwunschene Prinzessin Odette zu sein, die dem Zauber des bösen von Rotbart zum Opfer gefallen ist. Der Prinz schwört ihr seine ewige Treue. Daraufhin berichtet Benno voller Eifersucht der Königin von diesen Ereignissen. Diese befürchtet, ihren Sohn zu verlieren und beginnt eine Intrige, durch welche der Verlust verhindert werden soll. Bei einem großen Fest im Königshaus werden dem Prinzen die Brautbewerberinnen vorgestellt, darunter ist auch die Tochter des Premierministers namens Odile. Prinz Siegfried glaubt, in ihr Odette zu erkennen, jedoch ist Odile nur das negative Abbild von ihr. Die beiden sehen sich sehr ähnlich, bis auf das schwarze Kleid, das Odile trägt. Der Prinz fällt auf diese falsche Fährte herein und schwört der vermeintlichen Schwanenprinzessin seine ewige Treue, sodass der alte Treuschwur nichtig ist und der Premierminister sein Ziel erreicht hat. Später sieht Siegfried Odette am Fenster stehen, erkennt seinen Trugschluss und läuft zu ihr an den Schwanensee. Es kommt zum Kampf zwischen ihm und dem Premierminister von Rotbart. Prinz Siegfried gelingt es, von Rotbart zu töten. Die Ausweglosigkeit der Situation lässt Siegfried nur die Wahl des Freitodes.

Die Aufführung hat mir sehr gut gefallen, es war wirklich beeindruckend, wie synchron und präzise die Balletttänzerinnen und -tänzer die Bewegungen ausgeführt haben und auch die musikalische Untermalung durch das Orchester war mehr als gelungen. Die aufwendige Gestaltung der Kostüme hat einen Großteil zu der magischen Atmosphäre beigetragen, genauso wie das bläuliche Licht und der Nebel in einigen Szenen – ich habe mich so gefühlt, als hätte man mich in eine andere Welt entführt. Mit Sicherheit wird es nicht die letzte Ballettaufführung gewesen sein, die ich mir in der Deutschen Oper angesehen habe!


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